“Refugium”

Die Universitätsgesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, den Schutz für Ausländer in Erfurt zu verbessern!

Mit großer Betroffenheit hat der Vorstand der Universitätsgesellschaft in den vergangenen Monaten von ausländerfeindlich motivierten Übergriffen gegen ausländische Studierende und andere Erfurter Bürger mit Migrationshintergrund Kenntnis erhalten. Belästigungen und sogar tätliche Angriffe auf ausländisch aussehende Personen haben sich auf dem Campus der Universität ebenso zugetragen wie in der Innenstadt. Die Universitätsgesellschaft die nicht tatenlos zusehen, wenn Ausländer in der weltoffenen Stadt angegriffen werden.

In Anlehnung an die „Notinsel“ als Anlaufpunkt für in Not geratene Kinder hat die Universitätsgesellschaft die Initiative „Refugium“ ins Leben gerufen. Als „Refugium“ sollen mit einer entsprechenden Hinweistafel Einrichtungen gekennzeichnet werden,  wohin sich vornehmlich ausländische Studierende wenden können, die fremdenfeindlich attackiert werden. Die Universitätsgesellschaft möchte gemeinsam mit der Universität bedrohten oder angegriffenen Ausländern die Möglichkeit bieten, eine Umgebung zu finden, die durch Verständnis, Freundlichkeit, Empathie und Hilfsbereitschaft geprägt ist und einen Aufenthalt bis zum Eintreffen der Polizei ermöglicht.

Das Studentenzentrum Engelsburg geht mit gutem Beispiel voran und ist das erste „Refugium“. Die entsprechende Hinweistafel wurde am 20. Juni 2013 enthüllt. Geschäftsführer Markus Hirche: „Wir haben unsere Mitarbeiter intensiv auf die neue Aufgabe vorbereitet und sind stolz, erster Zufluchtsort für belästigte oder bedrohte Ausländer zu sein“.

Als nächste Anlaufstelle soll nach Dafürhalten des Präsidenten das Rathaus am Fischmarkt mit seiner ständig besetzten Pforte gewonnen werden. Hier hofft die Universitätsgesellschaft auf das Verständnis und die Unterstützung des Oberbürgermeisters.

Flyer